Hundefutter Stiftung Warentest: Was der Trockenfutter-Test 2025 zeigt
Die Stiftung Warentest hat 24 Hunde-Trockenfutter geprüft. Hier fasse ich zusammen, was im frei lesbaren Teil steht, was die Ergebnisse für deinen Futterkauf bedeuten und warum Preis und Etikett wenig über die Qualität verraten.
Der Test auf einen Blick
| Punkt | Ergebnis |
|---|---|
| Veröffentlichung | 24.07.2025, test 8/2025 |
| Getestet | 24 Alleinfuttermittel (Trockenfutter) für Hunde |
| Darunter | 5 „sensitiv“-Sorten, 2 mit EU-Bio-Siegel |
| Gesamtergebnis | Etwa jedes dritte Futter wird empfohlen, darunter ein Bio-Produkt |
| Notenspanne | „Sehr gut“ bis „Ausreichend“ |
| Preis | Mehrere Futter kosten etwa 25 Cent pro Tagesration |
Die Produktnamen und Einzelnoten liegen hinter der Bezahlschranke von test.de. Ich nenne deshalb keine einzelnen Futtersorten und keinen Testsieger.
Wie die Stiftung Warentest bewertet hat
| Kriterium | Gewichtung |
|---|---|
| Ernährungsqualität | 60 % |
| Fütterungsempfehlung | 15 % |
| Schadstoffe | 10 % |
| Deklaration und Werbeaussagen | 10 % |
| Verpackung (Handhabung) | 5 % |
Zusätzlich wurde geprüft, ob die angegebenen Tierarten enthalten sind (DNA-Analyse), ob Zucker zugesetzt ist, ob „getreidefrei“-Versprechen stimmen und ob Salmonellen nachweisbar sind. Salmonellen wurden nicht gefunden.
Die wichtigsten Aussagen
- Nicht jedes Futter liefert eine ausgewogene Nährstoffmischung. Die Ernährungsqualität war der größte Hebel für die Note.
- Sensitiv-Futter hält nicht immer, was das Etikett verspricht. Laut test.de lohnen sich die Mehrausgaben oft nicht.
- Der Preis sagt wenig. Die Überschrift des Berichts lautet, Discounter-Futter sei häufig besser als teure Markenware.
- Futter-Deklaration ist locker geregelt. Werbeaussagen zur Gesundheit verdienen Skepsis.
Was bedeutet das für deinen Futterkauf?
Aus dem Test lassen sich drei praktische Regeln ableiten, unabhängig von der Marke:
- Lies die Zutatenliste statt der Vorderseite. Begriffe wie „sensitiv“, „natürlich“ oder „getreidefrei“ sind keine Qualitätsgarantie. Wichtig ist, was genau drin ist und wie es deklariert wird.
- Achte auf eine ehrliche Fütterungsempfehlung. Sie gehört zur Note, weil falsche Mengenangaben zu Über- oder Unterversorgung führen. Prüfe sie mit dem Futterrechner.
- Vergleiche Futter pro Tagesration, nicht pro Kilo. Ein günstiges Kilo-Futter kann bei geringer Energiedichte teuer werden, ein teures Futter kann sparsam im Verbrauch sein.
Trockenfutter, Nassfutter, Frischfutter: wo steht der Test?
Der Test bewertet ausschließlich Trockenfutter. Aussagen zu Nassfutter, gekochtem oder gefriergetrocknetem Futter lassen sich daraus nicht ableiten. Wer Nassfutter füttert, sollte die jeweiligen älteren Tests zu Nassfutter und die Hinweise zur Nährstoffversorgung beachten. Wichtig ist bei jeder Fütterungsart, dass es sich um ein Alleinfuttermittel handelt oder dass die Ration sinnvoll ergänzt wird.
💡 Der häufigste Fehler
Ein Futter zu wechseln, nur weil ein Test gut oder schlecht ausgefallen ist. Wenn dein Hund das Futter gut verträgt, Normalgewicht hat, glänzendes Fell und festen Kot zeigt, ist ein Wechsel nicht nötig. Der Test liefert Orientierung, ersetzt aber nicht die Beobachtung deines Tiers.
Wie ich als Fachberater darauf schaue
Ich prüfe jedes Futter nach denselben Fragen: Wie hoch ist der klar deklarierte Fleischanteil? Gibt es zugesetzten Zucker oder künstliche Zusätze? Passt die Fütterungsempfehlung zu meinem Hund? Wie reagiert das Tier? Eine Marke ist nicht automatisch gut oder schlecht, aber eine klare Deklaration ist ein Pluspunkt.
Anifit war nach meinem Kenntnisstand nicht Teil des Tests, so dass ich keine Aussage zu seinem Abschneiden machen kann. Wie ich Anifit einordne, steht in meinem ausführlichen Anifit Test; die Erfahrungen anderer Hundehalter findest du hier ebenfalls.
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Die Deklaration lesen: Was auf der Packung steht
Bei Alleinfuttermitteln gibt es zwei Arten der Angabe: die offene Deklaration nennt jede Zutat mit ihrem Anteil, die geschlossene Deklaration nennt nur Gruppen wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ und „Getreide“. Je genauer die Angabe, desto leichter kannst du Futter vergleichen und Unverträglichkeiten ausschließen. Die analytischen Bestandteile (Rohprotein, Rohfett, Rohasche, Rohfaser, Feuchtigkeit) sagen etwas über die Zusammensetzung, aber nichts darüber, wie gut der Hund die Nährstoffe verwerten kann. Genau deshalb hat die Stiftung Warentest die Ernährungsqualität im Labor und mit Rechnung zum Nährstoffbedarf geprüft.
Getreidefrei, Monoprotein, Bio: Was die Etiketten bedeuten
- Getreidefrei: Das Futter enthält kein Getreide. Das ist bei Unverträglichkeiten sinnvoll, sagt aber nichts über die übrige Qualität. Ersatz durch Kartoffel, Erbsen oder andere Füllstoffe ist möglich.
- Monoprotein: Es gibt nur eine tierische Eiweißquelle. Das erleichtert Ausschlussdiäten, ist aber ebenfalls kein Qualitätsmerkmal an sich. Im Test wurde geprüft, ob solche Versprechen stimmen.
- Sensitiv: Ein Marketingbegriff ohne feste Definition. Prüfe die Zutaten, nicht den Aufdruck.
- Bio: Das EU-Bio-Siegel bezieht sich auf die Herkunft der Zutaten. Es sagt nichts über die ausgewogene Nährstoffmischung. Im Test war ein Bio-Futter unter den empfohlenen Produkten.
Welpen, Senioren und besondere Hunde
Der Test gilt für ausgewachsene Hunde. Welpen und trächtige Hündinnen haben einen anderen Nährstoffbedarf, ältere Hunde und Hunde mit Erkrankungen ebenfalls. Bei Nieren-, Herz- oder Verdauungsproblemen und bei Übergewicht ist die Futterwahl Sache des Tierarztes. Für große, schnell wachsende Rassen gibt es eigene Welpenfutter, die den Kalziumbedarf berücksichtigen. Verlasse dich bei medizinischen Fragen nicht auf einen Verbrauchertest.
Futtermenge und Gewicht im Blick behalten
Die Fütterungsempfehlungen auf der Packung sind Richtwerte. Wiege deinen Hund regelmäßig und passe die Menge an, wenn er zu- oder abnimmt. Leckerlis, Kauartikel und Reste gehören in die Tagesration. Ein Hund in gutem Futterzustand hat sichtbare Taille, fühlbare Rippen und bleibt aktiv. Nutze den Futterrechner, um den Tagesbedarf zu schätzen, und sprich mit dem Tierarzt, wenn das Gewicht stark schwankt.
Checkliste: Futter prüfen in 5 Minuten
- Ist das Futter ein Alleinfuttermittel?
- Ist die Tierart des Fleisches klar benannt?
- Fehlen Zucker und künstliche Farb-, Aroma-, Konservierungsstoffe?
- Passt die Fütterungsempfehlung zu Gewicht und Aktivität?
- Wie hoch sind die Kosten pro Tagesration?
- Wie reagiert dein Hund: Kot, Fell, Appetit, Gewicht?
Häufige Fragen
Hat die Stiftung Warentest Hunde-Trockenfutter getestet?
Ja. In test 8/2025 (veröffentlicht am 24.07.2025) hat die Stiftung Warentest 24 Alleinfuttermittel für Hunde geprüft, darunter 5 „sensitiv“-Sorten und 2 mit dem EU-Bio-Siegel. Etwa jedes dritte Futter wird empfohlen. Die Produktnamen und Einzelnoten sind kostenpflichtig auf test.de abrufbar.
Lohnt sich teures Sensitiv-Futter?
Laut test.de lohnen sich die Mehrausgaben für Sensitiv-Futter oft nicht. Entscheidend ist die Zutatenliste, nicht das Etikett. Bei Verdacht auf eine Allergie gehört die Abklärung zum Tierarzt.
Wie wichtig ist die Fütterungsempfehlung?
Sie wurde im Test mit 15 % gewichtet, weil falsche Mengenangaben zu Über- oder Unterversorgung führen. Prüfe die Angaben für dein Tier und passe sie an Gewicht, Aktivität und Alter an.
Ist Discounter-Futter schlechter als Markenfutter?
Die Überschrift des test.de-Berichts lautet: „Discounter-Futter häufig besser als teure Markenware“. Preis und Qualität hängen im Test nur lose zusammen. Entscheidend ist, ob das Futter den Nährstoffbedarf deines Hundes deckt.
War Anifit im Test?
Nach unserem Kenntnisstand nicht. Die Produktnamen im Test sind kostenpflichtig; wir können deshalb keine Aussage zu einzelnen Sorten treffen. Wie wir Anifit einordnen, steht im Anifit-Test auf dieser Seite.
Wie oft muss ich Futter wechseln?
Gar nicht, wenn dein Hund das Futter gut verträgt. Wenn du umstellst, mische das neue Futter über 7 bis 10 Tage schrittweise unter.
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